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Who needs an English book anyway? – Learning the YouTube way

September 11, 2007

Der Grund, warum ich hier oft englischsprachige Seiten und Videos verlinke, dürfte allein schon durch die Kategorie „Englisch abseits vom Schulbuch“ offensichtlich sein. Kein Mensch (oder kaum einer) hat Lust, sich in seiner Freizeit mit dem Englischbuch oder einer Hörverstehens-CD hinzusetzen, um was für sein Englisch zu tun. Langweilig, veraltet, zu viel Arbeit, etc. Es ist aber dennoch wichtig, sich auch mit so etwas auseinanderzusetzen, denn wo sonst lernt man den Umgang mit der Sprache in sinnvoll aufbereiteten Zusammenhängen.

Aber es geht auch darum, authentische Alltagssprache verstehen zu können und da ist meiner Meinung nach YouTube (und GoogleVideo und die anderen Portale) eine hervorragende Möglichkeit. Die Videos zeigen authentische Sprache und alleine schon dadurch, dass man auf den Seiten surft und in den Beschreibungen nachschaut, welches Video denn interessant sein könnte, übt man die konkrete Anwendung des in der Schule Gelernten in authentischen Situationen (um mal in Lehrersprache zu verfallen). Und das ohne darüber nachzudenken.😯 Schock! Die Leute reden schnell, benutzen bestimmte Redewendungen und bei der Grammatik mancher native speaker rollen sich mir die Zehennägel auf, aber wer von uns achtet schon pausenlos im Deutschen darauf, wenn wir im Alltag miteinander reden? Genau. Und so wird es auch aussehen, wenn Ihr Euch tatsächlich mal mit einem Engländer, Amerikaner oder jemand ganz anderem „in freier Wildbahn“ auf Englisch unterhalten müsst.

Wenn Ihr World of Warcraft spielt, wollt Ihr auch eigentlich nur ein bestimmtes Ziel erreichen (Level 666 oder so) und trotzdem werdet Ihr immer routinierter im Umgang mit dem Programm, der Steuerung etc. Wenn Ihr in einer Band spielt und findet Ihr auch die Saiten und Tasten irgendwann blind, bis ihr das Solo oder den Klavierpart drauf habt, aber richtig darüber nachdenken, das macht keiner. Am Anfang ja, aber viel vom Lernprozess findet unbewusst statt, wie wenn man im Winter den Weg zur Frittenbude mehrmals geht und den Schnee festtrampelt, bilden sich da Pfade (ist ein Beispiel vom Neurobiologen Manfred Spitzer, leider nicht auf meinem Mist gewachsen). Gilt als mittlerweile erwiesen. Darum sehen die Verhaltensforscher auch so große Gefahren in Gewaltspielen, aber das Fass will ich hier jetzt nicht aufmachen (darum bitte keine Kommentare hierzu).

Darum: surft auf YouTube. Sucht Euch gute englischsprachige Videos mit Handlung und Dialogen raus und gebt sie weiter oder abonniert die jeweiligen Filmemacher. Die „promoted videos“ und „featured videos“ sind normalerweise alle ganz interessant, denn dahinter steht eine Redaktion, die diese Clips auswählt.

YouTube alleine (ohne Google, Stage6, Dailymotion etc.) bietet mehrere hundert Millionen Clips. Täglich kommen laut offiziellen Angaben 70000 neue Clips hinzu. Wer da nicht zumindest jeden zweiten Tag etwas Interessantes für sich findet, hat keinen Bock oder kein Internet.

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